Kompetenz mit Fragezeichen

Als ersten Kunden hatte ich heute Dirk, der vor einem halben Jahr das Lauftraining begonnen hat und über Probleme im Fuß berichtete.

Dirk ist den ganz normalen Weg eines Aktiven gegangen, um vorhandne Probleme in den griff zu bekommen :

  • Termin beim Orthopäden machen
  • zum Termin erscheinen
  • 4 Stunden warten bis man dran ist
  • 5 Minuten beim Arzt vorstellig
  • Rezept für Einlagen
  • Frage nach Krankengymnastik  zur Kräftigung wird aus Kosten- oder anderen Gründen abgelehnt
  • der Gang zum Orthopädietechniker
  • Einlagenherstellung
  • Probleme sind weiter vorhanden
Ganganalyse

Dirk beim Gehen in seinen alten Schuhen

Bereits die ersten Meter der Ganganalyse auf dem Laufband zeigen warum Dirk mit Problemen zu kämpfen hat.

Der linke Schuh mit Fuß kippt bereits beim Gehen schon nach innen in eine Pronationsstellung.

Die normale Pronationsstellung von 2 Grad wird um das 2.5 fache überschritten und die dazu noch auftretende Tibiarotation verstärkt das Problem durch einen auftretenden Spiraleffekt.

Ganganalyse Fuß rechtes SeiteAuf der anderen rechten Seite steht der Fuß und Schuh im erlaubten Bereich.

Auf meine Frage hin wie der Orthopädietechniker die Einlage ausgemessen haterklärte mir Dirk folgendes :

  • Fußabdruck über ein Schaumkissen
  • 2-3 mal Laufen über eine Druckmeßplatte

Da es mich sehr verwundert hat, daß Dirk in seinen Schuhen mit neuen orthopädischen Einlagen im Gehen um 5 Grad und im Laufen um 9 Grad in einer orthopädischen Fußfehlstellung stand, schaute ich mir die Einlagen etwas genauer an.

DynamikanalyseZu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, daß beide Einlagen symetrisch gleich aufgebaut sind. In meinen Augen nicht logisch, da die Analyse zeigte, daß der linke Fuß in einer größeren Fehlbelastung steht als der rechte Fuß.

Hätte der Orthopädietechnik sauber und kundenorientiert gearbeitet wären beide Einlagen ungleich und auf die Bedürfnisse von Dirk angepaßt.

So wurde mit Druckmessung und Fußabdruck zwar die geforderte Messung durchgeführt, jedoch das erzielte Resultat ist sehr fraglich und nicht optimal.

Nachdem wir von Dirk die alten Schuhe analysiert haben, gab ich Ihm einige Modelle, welche seinen Fußanforderungen gerecht sind.

9Bereits der 1. Schuh zeigte Wirkung und stabilisierte ohne Einlage besser wie der bis jetzt getragene.

Die Praxis zeigt immer wider, dass allein der richtig ausgesuchte Laufschuh Probleme verhindern kann.

Hierzu gibt es noch ein Stabilisationsprogramm, welches Fehlhaltungen im Hüftbereich korrigiert.

Damit unsere Kunden auf Dauer beschwerdefrei bleiben bekommen diese nicht nur den richtigen Laufschuh und Tipps zu Laufstil und Lauftechnik, sondern wir stellen hier  individuell hergestellte Einlagen nach dem PROSENSO-Verfahren her, das sich wie folgt aufbaut :

  • VIDEO-Haltungsanalyse
  • VIDEO-Ganganalyse
  • VIDEO-Dynamikanalyse
  • Fußvermessung und Analyse mit Scanner
  • Scannen des Schuhinneren zur optimalen Einlagen – Schuhanpassung
  • Dynamische Druckmessung über mindestens 50 Schritte mit der Druckmessohle und Dynamikanalyse der verschiedenen Bewegungsabschnitte
  • CAD-Konstruktion der Sohle
  • CAM-Umrechnung der Sohle
  • Materialauswahl nach Gewicht und Anforderung
  • CNC-Fräsen der Sohle
Dieser Beitrag wurde unter Empfehlungen, Mit Rat und Tat veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.