Die Parallel-Hand Regel (PHR)

Mit der Parallelhand Regel hat jeder die Möglichkeit seine eigene Körperhaltung zu überprüfen und zu verbessern.
Eine gerade Körperhaltung ist wichtig um

Die perfekte Körperbalance

 

 

 

 

 

 

 

  • die Gelenke zu entlasten und nicht zu belasten
  • eine verbesserte Atmung zu erreichen
  • die Laufleistung zu verbessern
  • das autonome System zu entlasten

Die erste Frage ist : was ist eine gerade Körperhaltung.
Die Körper Haltung wird definiert als ein Lot, welches gerade durch den

  • Ohrenausgang
  • Schultergelenk
  • Hüftgelenk
  • Kniegelenk
  • Sprunggelenk

geht.

Betrachten wir uns von der Seite im Spiegel werden wir feststellen, daß wir und viele andere diese optimale Haltung nicht einnehmen und der Körper von der Seite krumm und schief dasteht.

Die häufigste Haltung ist die nach vorne gebeugte Haltung, der Rundrücken. Die Ursachen für einen Rundrücken und damit der schlechten haltung ist ein fehlen der aktiven Rumpfmuskulatur.

Wenn die Stabilisation der Körpermittellinie nicht vorhanden ist sind schlechte Verankerungen der Körperhaltung das Ergebnis. Schlecte verankerungen führen auf dauer zu Kompromissen in der Biomechanik und zu gebeugter Wirbelsäule und runden Rücken oder im anderen Fall zu einer überstreckten Lendenwirbelsäule mit Hohlkreuz.

Belastung und Quetschung des Wirbelkanals bei einem Rundrücken

Zwar gibt es genug Beispiele mit solch einer Haltung zu trainierren und zu Laufen, sogar bis hin zum Marathon, das Langzeitergebnis wird aber immer eine einseitige Belastung von Bändern, Sehnen, Gelenken und Muskeln sein mit einem einseitigen Verschleiß und daraus folgenden Kompensationen .

Oberstes Gebot eines jeden sollte die Entlastung und Stabilisation des Körpers in seiner Körpermitte sein.

Hierfür gibt es verschieden Möglichkeiten welche sind:

  • Sensomotorik
  • Propriozeption
  • Gymanstik
  • Körpermanagment
  • Parallelhandregel (PHR)

Eine einfache und sehr effektive Möglichkeit der Selbstkontrolle ist die Parallelhandregel (PHR).

Hierzu üben wir die Neutralstellung und erkennen sogar sofort wann wir diese wieder aufgeben und die Idealstellung verlassen.
Diese Regel ist immer und überall anwendbar, im Sitzen, im Stehen, im Gehen und sogar im Laufen.

Um die PHR richtig anzuwenden spreizt man die Finger der einen Hand und führt die gespreizte Handfläche nach unten zeigend vor den Körper. Dabei sollte der Daumen das Brustbein berühren und der Unterarm sich papallel zum Boden befinden.
Die zweite Hand wird in gleicher Wiese in Höhe des Schambeins an den Körper gelegt.

Wichtig ist, daß sich beide Handflächen auf einer Ebene mit dem Brustkorb und dem Becken befinden, siehe Bild oben links.
Ist diese Vorraussetzng gegeben, so ist sofort jede Abweichung von der Idealstellung ersichtlich.

Bei einer Überstreckung der Körperlinie, z.B. Hohlkreuz bewegen sich die Hände auseinander.

Bei einer gebeugten Stellung bewegen sich die Hände zueinander.

Ziel ist des den Körper in die gewünschte und gelenkentlastende gerade Haltung zu bringen.

Hierzu eignen sich neben sensomotorischen und posturalen Einlagen die Ausführung von gymnastischen Übungen mit gleichzeitiger Anwendung von gezielten Drehmomenten auf bestimmte Gelenke.

Bevor jedoch hier gezielt trainiert wird, sollte über ein Physiotherapeut ein Muskelstatus mit einem Trainingsplan erarbeitet werden, der die einzelnen Schwächen im Bewegungsapparat bestimmt, das rechts-links und vorne-hinten Gleichgewichtszustandverhältnis analysiert und in einem individuellen Trainingsplan berücksichtigt.

 

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